Aktuelle Themen des Behindertenbeirats
2026
Disability Pride München – Juli 2026
Wir sind stolz und wir sind laut! Barrieren werden abgebaut!
Wussten Sie, dass die Farben der Disability-Pride-Flagge unterschiedliche Behinderungsformen und Erfahrungen symbolisieren?

🔴 Rot – körperliche Behinderungen
🟡 Gelb – kognitive Behinderungen
⚪ Weiß – nicht sichtbare Behinderungen
🔵 Blau – psychische Einschränkungen
🟢 Grün – eingeschränkte Sinneswahrnehmungen
⚫ Schwarz – Erinnerung an Menschen, die aufgrund von Ausgrenzung und Benachteiligung gestorben sind
Die Disability-Pride-Flagge steht für Vielfalt, Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und Solidarität.
Sie macht deutlich: Behinderung ist ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft.
Mehr Informationen gibt es bei der Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt München.
Der Behindertenbeirat hat auch dazu zwei Veranstaltungen organisiert:
- Freitag, 17. Juli 2026: Politikgespräch mit Stadträtinnen und Stadträte. Wir bitten Sie sich anzumelden.
Mehr Infos hier im Link. - Freitag, 24. Juli 2026: Bei der Demo setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen!
Mehr Infos hier im Link
Für weitere Veranstaltungen im Juli schauen Sie gerne
im Veranstaltungskalender der Behindertenbeauftragten der Landeshauptstadt München vorbei.
Dort finden Sie viele weitere barrierefreie Angebote und Veranstaltungen rund um den Disability Pride Month.
2026
Inklusionsbus der MVG
Dieses Jahr fährt zum ersten Mal ein Inklusionsbus von der MVG bei der CSD-PolitParade mit.
Damit möchten wir allen Personen die Teilnahme ermöglichen, die aus diversen Gründen keine langen Fußwege bewältigen können.
Es stehen zwei Multifunktionsflächen sowie 33 Sitzplätze zur Verfügung.
Bitte beachtet, dass während der Parade kein beliebiges Ein- und Aussteigen möglich ist; bei längeren Pausen kann es jedoch vereinzelt möglich sein.
Der genaue Startpunkt des Busses sowie alle Infos zum Einstieg folgen ab dem 3. Juni.
Paradeblick im LeZ
Das Lesbisch-Queere Zentrum LeZ in Kooperation mit dem CSD München Team Inklusion bietet euch für die große PolitParade 27. Juni 2026 von 11 – 22 Uhr Folgendes:
- Fensterplätze mit Paradeblick
- Chillige Café-Atmosphäre
- Hublift
- barrierefreies WC im EG
- Sitzplätze für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen
Achtung: Nur ca. 12 Plätze verfügbar, weitere Plätze vor dem LeZ in Planung.
Reservierungen und weitere Infos ab 1. Juni unter:
Let’s make Pride inclusive und fabulous! Happy Pride!
Mehr Informationen sind auch im externen Link: https://www.csdmuenchen.de/de/der-csd-muenchen/team-inklusion.html zu finden.
2026
Ab Juni 2026 bietet IKEA deutschlandweit jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr eine sogenannte „Stille Stunde“ an.
Während dieser Zeit werden Hintergrundmusik, nicht sicherheitsrelevante Durchsagen und andere störende Reize reduziert. Ziel ist es, ein ruhigeres und barriereärmeres Einkaufserlebnis zu schaffen.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit Autismus, ADHS oder anderen sensorischen Empfindlichkeiten. Aber auch ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern und alle, die eine ruhigere Einkaufsatmosphäre bevorzugen, können davon profitieren.
Mit der bundesweiten Einführung setzt IKEA ein Zeichen für mehr Inklusion und Barrierefreiheit im Alltag. Die Maßnahme wurde zuvor in mehreren Einrichtungshäusern erfolgreich getestet.
Quelle: https://www.ikea.com/de/de/newsroom/corporate-news/stille_stunde_bei_ikea-pubf7af7d70/
2026
Besucht den Stand des Behindertenbeirats beim CSD in der Ludwigstraße!
Am 27. Juni von 14:00 bis 21:00 Uhr sind wir vor Ort.
Kommt vorbei, informiert euch, tauscht euch mit uns aus und setzt gemeinsam ein Zeichen für Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe.
Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche, Begegnungen und euren Besuch!
Die Pride-Parade startet um 12 Uhr.
Mehr Informationen dazu gibt es auf der Webseite unserer Behindertenbeauftragten:
2026
Netzwerkfrauen-Bayern sucht zum 1. Juli für ihre Geschäftsstelle zwei neue Mitarbeiterinnen:
• eine Referentin für Gewaltprävention
• eine Leiterin für den Offenen Treff für Münchnerinnen* mit Behinderungen
2026
Quelle: Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung:
"Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen veröffentlichen zum Abschluss ihres 71. Treffens in Celle am 22./ 23. April 2026 eine gemeinsame Position zu den diskutierten Leistungskürzungen. Damit nehmen sie Bezug auf das geleakte Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ vom 25. März 2026, das von einer Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen verfasst wurde. Auch Holger Kiesel, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung hat an der gemeinsamen Position mitgearbeitet und trägt sie vollumfänglich mit.
Die Kürzungsüberlegungen lassen weitreichende Einschnitte in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen erwarten. Die Vorschläge würden zu unzumutbaren Einschnitten in der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen führen. Deutlich ist, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht mit den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) vereinbar wären.
Besonders problematisch ist die geforderte Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts, das Grundlage für eine selbstbestimmte Lebensführung von Menschen mit Behinderungen ist. Zudem wird das Ziel des Bürokratieabbaus kaum angegangen, dafür aber die Beschneidung der Rechte von Menschen mit Behinderungen forciert. Einige der Vorschläge, wie die Absenkung der Vermögensfreigrenzen in der Eingliederungshilfe, stehen sogar im Widerspruch zum erklärten Anliegen des Bürokratieabbaus. Andere Vorschläge lasten unerledigte Aufgaben wie den barrierefreien Ausbau des ÖPNV den Menschen mit Behinderungen an oder würden Folgekosten generieren, die weit über möglichen Einsparungen stünden.
In ihrer Gesamtschau sind die Vorschläge nicht geeignet, die erforderliche Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe unter dem Blickwinkel der Teilhaberechte von Menschen mit Behinderungen und der angestrebten Dämpfung der Kostendynamik auszugestalten. Sie sind damit abzulehnen.
„Eine nachhaltige Dämpfung der Kostendynamik kann nur durch Einsparungen bei der überbordenden Bürokratie und einer ressortübergreifenden Inklusionsstrategie von Bund, Ländern und Kommunen erreicht werden. Menschen mit Behinderungen, die beispielsweise selbstbestimmt am Arbeitsleben teilhaben und ihr eigenes Geld verdienen, die in einer barrierefreien Wohnung leben und nicht im Heim, sind von steuerfinanzierten Leistungen unabhängiger. Wer an alten Zöpfen festhält und am falschen Ende spart, verursacht Folgekosten“, betonte Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen.
„Wenn Bund und Länder es ernst meinen mit dem Ziel, die Kostendynamik zu senken, dann müssen sie konsequent Sonderstrukturen abbauen und passgenaue, personenzentrierte Leistungen sicherstellen. Diese sind langfristig immer effektiver und effizienter als Leistungskürzungen“, so Annetraud Grote, Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen und aktuelle Gastgeberin der KBB.
Neben dem Positionspapier der KBB veröffentlichen die Beauftragten eine detaillierte Bewertung der Einsparvorschläge von Bund, Ländern und Kommunen sowie damit verbundene Gegenvorschläge.
Das Positionspapier ist hier abrufbar: Link
Die detaillierte Bewertung ist hier abrufbar: Link "



