Der Behindertenbeirat der Stadt München hat einen neuen Vorstand. Auf seiner ersten Vollversammlung wählten die Mitglieder Dr. Bettina vom Ende (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft), Dr. Joachim Hein (Münchner Bündnis gegen Depression) und Heinz Karrer (Offene Behindertenarbeit evangelisch) zu ihrer Leitung. Sie werden in Zukunft gemeinsam mit dem städtischen Behindertenbeauftragten Oswald Utz die Interessen von Menschen mit Behinderung in München einfordern.

Angemessener Lebensstandard und sozialer Schutz ohne Diskriminierung

Behinderung heißt Armutdieses Recht nennt die neue Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen im Artikel 28. Aber wie sieht die Wirklichkeit in Deutschland aus?
Sehr viele Menschen mit Behinderungen erhalten Grundsicherung, Hilfe zur Pflege und Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch II oder XII. Wer Arbeit hat, muss dafür einen großen Teil des Arbeits­einkommens einsetzen und fast das gesamte Vermögen aufbrauchen, bevor er oder sie staatliche Unterstützung bekommt. Ehepartner, Eltern und Kinder müssen Unterstützung leisten.
Die Einsparungen im Rahmen der Gesundheitsreformen treffen Menschen mit Behinderungen besonders. Sie müssen hohe Zuzahlungen leisten und viele notwendige Medikamente selbst bezahlen.
Auf einer Veranstaltung zur Bundestagswahl stellte der Behindertenbeirat diese Fakten den Bundestagsabgeordneten Johannes Singhammer (CSU), Dr. Axel Berg (SPD), Dr. Rainer Stinner (FDP) und Kornelia Möller (Die Linke) vor.

Bundestagsabgeordnete informieren sich

Zu diesem Thema hat der Behindertenbeirat eine Broschüre veröffentlicht, die hier herunter geladen werden kann (450 kB). Bitte hier klicken.
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Menschen mit Behinderungen sind sehr armutsgefährdet und leiden besonders unter geringem Einkommen. Für die Stadtratsdebatte zum Münchner Armutsbericht am 13.11.2008 hat der Behindertenbeirat eine Stellungnahme zur Armut von Menschen mit Behinderungen vorgelegt. Darin sind Forderungen an die Bundesregierung, den Stadtrat und den Bezirkstag von Oberbayern enthalten.

Die Stellungnahme finden Sie hier als pdf-Dokument.