Ergebnisse des Fachtags am 24.03.2017

Die Süddeutsche Zeitung hat über den Fachtag berichtet:

"Mühsamer Parcour" SZ vom 29.03.2017

Außerdem gab es bereits zwei Anträge aus den Reihen der Stadtratsfraktionen:

"Von der Partnerstadt Edinburgh lernen ? Inklusion fördern: Pilotprojekt mit Leih-eScooter auf den Weg bringen" (Gemeinsamer Antrag der CSU und SPD Fraktion)

 
Wir freuen uns über diese ersten Auswirkungen!
 
Außerdem ist die Dokumentation des Fachtags erschienen. Ein gedrucktes Exemplar können Sie unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 089/233-21983 bestellen.
 
Klicken Sie auf das nachfolgende Bild, wenn Sie das barrierefreie PDF der Dokumentation herunterladen wollen:
 
Doku FT Mobilität Deckblatt
 
 
 
 

 

 

Öffentliche Verkehrsmittel

"Schnell mal wohin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. In gut vernetzten Städten wie München eigentlich kein Problem - vorausgesetzt man hat kein Handicap. Denn Menschen mit Behinderungen stossen auf viele Hindernisse."

Zu diesem Thema entstand unter Beteiligung des FAK Mobilität im Behindertenbeirat ein kurzer Video-Beitrag des Bayerischen Rundfunks.

Unter nachfolgendem Link können Sie den Beitrag ansehen und auch herunterladen: Video-Beitrag des BR

https://www.br.de/mediathek/video/oeffentliche-verkehrsmittel-viele-barrieren-fuer-behinderte-av:5a7b0f337d0ab40018fb70c2

https://www.br.de/mediathek/video/oeffentliche-verkehrsmittel-viele-barrieren-fuer-behinderte-av:5a7b0f337d0ab40018fb70c2

Unsere erneute Forderung liegt der MVG vor

Seit vielen Jahren setzt sich der FAK Mobilität für das Dauerkneeling (Absenken der Busse an jeder Haltestelle, damit Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen und letztlich allen Menschen der Einstieg in die Busse erleichtert wird) ein. Die MVG lehnt dies bis heute ab.
Andere Städte – z. B. Berlin - haben sich längst dazu entschlossen.
 
In unserer letzten Stellungnahme im August 2017 haben wir zum wiederholten Male unsere Argumente zusammengefasst.
 
Das Dauerkneeling ist gegenüber dem Bedarfskneeling in der Praxis für Fahrgäste und Busfahrerinnen und Busfahrer leichter durchzuführen. Beim Bedarfskneeling muss der Fahrgast der Busfahrerin / dem Busfahrer anzeigen, wenn er das Kneeling benötigt wird. Hat der Bus die Haltestelle bereits angefahren und die Türen geöffnet, kann der Bus nicht mehr abgesenkt werden. Die Türen müssen erneut geschlossen werden; erst dann kann das Kneeling ausgelöst werden. Dies ist ein aufwändiger und zeitraubender Vorgang. Dieses Problem wird auch nicht gelöst, wenn an bestimmten Haltestellen “Dauerkneeling” vorgehalten wird.
 
Fahrgäste, die über diesen Ablauf nicht informiert sind, sind irritiert und verhalten sich u. U. nicht im Sinne des geplanten Ablaufs, was zu Unmut auf beiden Seiten führen kann.
Fahrerinnen und Fahrer, die sich auf das Fahren konzentrieren müssen, sollen an den Haltestellen ohne Dauerkneeling einen möglichen Bedarf erkennen, um Verzögerungen zu vermeiden. Dies ist für beide Seiten unzumutbar und reine Theorie. Evtl. Behinderungen können nicht durch einen Blickkontakt ausgemacht werden. Es ist auch unbestritten, dass dem Personal verbindliche Anweisungen auferlegt werden müssen; ansonsten führt dies zu einer höheren Fehlerquote.
 
Nachdem die LHM es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Forderungen aus der UN Behindertenrechtskonvention im Rahmen von Aktionsplänen (derzeit wird an der Fortschreibung des 1. Plans gearbeitet) umzusetzen, ist es aus unserer Sicht unumgänglich, dass auch die MVG mit gutem Beispiel vorangeht. Nur wenn alle Fahrgäste gleich behandelt werden, fühlen sich Menschen mit Behinderung in diesem Bereich nicht weiter diskriminiert. Dabei muss auch erneut darauf hingewiesen werden, dass nur ein Teil der Bushaltestellen barrierefrei nutzbar ist, nämlich nur, wenn die Haltestelle präzise angefahren wird und sie entsprechend gebaut ist. Auf die nicht vorhandene barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der U- Bahn und Tram-Bahn sei auch hier hingewiesen, da die Maßnahmen im Kontext gesehen werden müssen.
 
Fazit: das Dauerkneeling einzusetzen ist eine Frage des Respekts gegenüber Menschen mit Behinderung und alten Menschen und ist mit keinem besonderen Aufwand verbunden.
 
Anregung zur Kostenminderung
 
Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass das Dauerkneeling zu höheren Kosten führt. Verbesserungen sind in aller Regel mit Kosten verbunden. Man kann aber auch Kosten sparen: die Stadt Bochum setzt eine Prämie für ihre Fahrerinnen und Fahrer aus, die den Spritverbrauch reduzieren. Dies wäre eine gute Maßnahme für die Umwelt und senkt nachweislich die Kosten.

Bus-Verbot, Baustellen, weite Fußwege: Menschen mit eingeschränkter Mobilität haben besonders im Advent ihre Probleme.

Ein Artikel zu diesem Thema erschien in der Süddeutschen Zeitung am 25.11.2016 und kann unter folgendem Link nachgelesen werden:

SZ Wenn die Münchner Innenstadt schier unerreichbar ist

Bis Mitte Dezember 2016 installiert die Deutsche Bahn in allen Münchner S-Bahnen ihr Software-Update für ein Piepgeräusch, dass sehbehinderten und blinden Passagieren das Auffinden der Tür erleichtern soll.

Einen Artikel der Süddeutschen Zeitung finden Sie unter folgendem Link:

Süddeutsche Zeitung Das entscheidende Piepen an der S-Bahn Tür fehlt